Kennzahlen zur Erschwinglichkeitsberechnung


für 20 Städte und Regionen interaktiv abrufbar

Wie erschwinglich ist Wohneigentum – heute und im Zeitverlauf?

Die GREIX-Erschwinglichkeitskennzahlen des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW Kiel) bieten wertvolle Einsichten in die finanzielle Belastung von Haushalten, die sich mit den laufenden Finanzierungskosten sowie den Einstiegskosten beim Erwerb von Wohneigentum auseinandersetzen müssen. Diese Analyse umfasst nicht nur 20 bedeutende deutsche Städte, sondern ermöglicht zudem einen umfassenden bundesweiten Vergleich, der wichtige Anhaltspunkte für potenzielle Immobilienkäufer liefert.

Auf dem Immobilienmarkt drehen sich die Diskussionen häufig um Kaufpreise. In der Praxis sind jedoch zwei essentielle Fragen entscheidend: Welche monatlichen Kosten entstehen durch die Finanzierung, und wie hoch sind die Einstiegskosten, um überhaupt ein Eigenheim erwerben zu können? Genau an diese Punkte knüpfen die GREIX-Erschwinglichkeitskennzahlen des IfW Kiel an. Sie bringen die Erschwinglichkeit auf eine datengestützte Ebene und ermöglichen es, Trends über die Zeit hinweg sowie die Unterschiede zwischen verschiedenen Städten klar zu erfassen.

Im Fokus der Analyse stehen zwei zentrale Kennzahlen:

1. MCR (Mortgage Cost Ratio / Hypothekenzahlungsquote): Diese Kennzahl misst den Anteil des verfügbaren Haushaltseinkommens, der theoretisch für Zins und Tilgung aufgewendet werden muss. Ein höherer Prozentsatz deutet darauf hin, dass die monatliche finanzielle Belastung im Verhältnis zum Einkommen größer ist. Dies kann für Käufer bedeuten, dass ein erheblicher Teil ihres Einkommens für die Immobilienfinanzierung eingeplant werden muss.

2. UCR (Upfront Cost Ratio / Eigenkapitalquote): Diese Kennzahl gibt Aufschluss über die Einstiegshürde beim Erwerb von Wohneigentum. Sie umfasst den anfänglichen Eigenkapitalbedarf, einschließlich der Grunderwerbsteuer sowie der Kosten für Notar und Grundbuch, und setzt diese in Relation zum verfügbaren Einkommen. Wenn der UCR-Wert hoch ist, wird es für Käufer umso schwieriger, die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Um die Kennzahlen besser zu interpretieren: Eine MCR von 25 bedeutet, dass rechnerisch 25 Prozent des verfügbaren Jahreseinkommens für Hypothekenzahlungen aufgebracht werden müssen. Eine UCR von 3 bedeutet, dass der anfängliche Eigenkapital- und Abgabenbedarf ungefähr dem Dreifachen Ihres verfügbaren Jahreseinkommens entspricht.

Für die Praxis ist es von Belang zu beachten, dass es Situationen geben kann, in denen die laufenden Finanzierungskosten (MCR) akzeptabler erscheinen, während gleichzeitig hohe Einstiegskosten (UCR) den Marktzugang erheblich erschweren und umgekehrt. Dieser zweigleisige Blick auf die Kennzahlen erweist sich als äußerst hilfreich, um die verschiedenen Marktphasen besser einordnen und verstehen zu können.

Die Daten zu den GREIX-Erschwinglichkeitskennzahlen werden außerdem unter verschiedenen Finanzierungsannahmen (LTV: Markt, 80 Prozent und 100 Prozent) bereitgestellt. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, die Erschwinglichkeit unter unterschiedlichen Beleihungsquoten zu analysieren und deren Auswirkungen zu erkennen.

Quellen: Diese Informationen stammen vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), GREIX-Erschwinglichkeitskennzahlen (MCR/UCR). Die Darstellung und Einordnung basiert auf den veröffentlichten Daten.
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Hypothekenquote relativ zum durchschnittlichen, jährlich verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen

Anteil des verfügbaren Haushaltseinkommens, der rechnerisch für Zins- und Tilgungszahlungen anfällt – höher bedeutet: mittel- bis langfristig höhere Belastung
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